Ernährung

Hochleistungsfutter macht das Sinn?

Ja und nein, bei einer normalen Betätigung des Hundes braucht es absolut kein Hochleistungsfutter und unter normal verstehe ich auch Sporthunde, die täglich 2 Stunden trainieren. Ein Hochleistungsfutter müsste also nur sporadisch und angepasst verfüttert werden. Auch das Zufüttern mit frischem Fleisch ins Trockenfutter sehe ich als problematisch an, denn Trockenfutter und frisches Fleisch haben ganz unterschiedliche Verdauungszeiten und ein heikler Hund könnte dann unter Blähungen leiden oder es könnte schlimmstenfalls auch eine Magendrehung begünstigen.

Trockenfutter

Das 1. wo bei den Inhaltsstoffen steht von dem ist am Meisten im Futter enthalten. Beim Trockenfutter wird durch die Verarbeitung alles "abgetötet" und dann wieder hinzugeführt. Etwas problematisch sehe ich auch die Angaben der Vitamine, denn der Hersteller muss garantieren, dass beim Ablaufdatum noch genau so viele Vitamine enthalten sind wie deklariert ist, und das bedeutet, dass in einem frisch abgepackten Trofu wesentlich mehr der Vitamine enthalten sind als deklariert und auch das kann zu Problemen führen, eine stetig zu hohe Vitamin A Gabe kann krebsfördern sein.

Zudem haben die Hersteller die allgemeinen Angaben gegenüber Früher massiv verändert. Früher lautete die Devise: weniger füttern als auf dem Sack steht, sonst wird der Hund dick. Wenn man heute die umsetzbare Energie vom Trockenfutter ermittelt, dann stellt man fest, dass die Dosierungsangaben heute praktisch immer zu tief angegeben werden. Doch warum?

Ich persönlich kann mir das nur damit erklären, dass die Tierfutterindustrie bei den heutigen Futterpreisen und der stetig wachsenden Konkurrenz die Preise nicht einfach immer stetig erhöhen kann. Es gibt dann noch zwei Möglichkeiten, um ein Fertigfutter attraktiv zu machen,  die Dosierungsmenge wird tiefer angesetzt und der Futtersack enthält stetig weniger Kilos und alles in der Hoffnung, dass der Konsument die indirekte "Preiserhöhung" nicht bemerken wird!

Eine Frage, die ich mir auch stelle ist: "von wo beziehen die Futterhersteller ihre sog. Lebensmittel in Bio Qualität"? Bei dieser grossen Masse an Futtermittel erscheint mir dies nämlich als "schier unmöglich".

BARF

Hier handelt es sich um eine Rohfütterungsmethode für domestizierte Fleischfresser wie Hunde und Katzen. Die Rationen werden aus rohen Zutaten für das Haustier selbst zusammen gestellt.

Der Gedanke hinter diesem Konzept ist, dass ein Futter dann gesund ist, wenn es der natürlichen Nahrung eines Tieres entspricht.

Der Begiff BARF ist ein Akronym, das erstmals von der Kanadierin Debbie Tripp verwendet wurde. In Deutschland machte Swanie Simon das Thema populär und etablierte in den 90er-Jahren die heute verbreitete Uebersetzung "Biologisch Artgerechtes Rohes Futter".

In den letzten Jahrzehnten haben bei Hund und Katze die selben Zivilisationskrankheiten wie beim Mensch zugenommen. Ich bin überzeugt, dass eine natürlich und gesunde Ernährung beim Tier positive Einflüsse auf die Gesundheit haben kann, genau wie beim Mensch auch.

Ein grosses Thema sind die Kohlenhydrate (Saccharide, Zucker)

Kohlenhydrate sind die Energiespeicher der Pflanzen und bestehen aus Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff. Kohlenhydrate werden unterteilt in : MONOSACCHARIDE, OLIGOSACHHARIDE, POLYSACHHARIDE

Bzw. Einfachzucker, Mehrfachzucker und Mehrfachzuckerkette

Kohlenhydrate sind wichtige, strukturelle Bestandteile von verschiedenen Körpergeweben, deshalb ist es wichtig, dass Faserstoffe in der Nahrung enthalten sind.

Wie und warum entstehen Allergien oder Futtermittelunverträglichkeiten?

Ein wichtiger Begriff Orale Toleranz = von Anfang an richtig füttern, um Allergien zu vermeiden.

Das bedeutet nichts Anderes als, dass Welpen nach dem Absetzen der Muttermilch sich langsam an andere Nahrung gewöhnen können. Langsam werden ihnen verschiedene Fleischproteine, Gemüse, Früchte zugefüttert und so erkennt das Immunsystem diese Nahrungsmittel als "natürlich und gesund" und nicht als "Gefahr und unpassend".

Als Beispiel sehe ich da auch immer ein Baby, nach dem Absetzen der Muttermilch bekommt es vielleicht zuerst einen Bananenbrei, dann einen Karottenbrei usw. und auch hier entsteht ein langsames Gewöhnen an die zukünftige Nahrung. Wird ein Welpe nun von der Muttermilch abgesetzt und bekommt er ein Trockenfutter, dann sind das je nach Futter 20 - 50 verschiedene Nährstoffe auf einmal. Um so mehr verschiedene Nährstoffe gleichzeitig im Verdauungssystem ankommen, umso wahrscheinlicher ist es, dass eine orale Toleranz nicht bei allen Nährstoffen erreicht wird und Allergien entstehen können. 

Getreide

Getreide kann gefüttert werden, vorausgesetzt der Hund verträgt diese. Futtermittelunverträglichkeiten sieht man am häufigsten bei Getreide, vor allem bei Weizen und das hängt oft mit der Unverträglichkeit von Gluten zusammen. Der Hund benötigt aber das Getreide gar nicht, er bezieht seine Energie aus Fett und Proteinen.

Kohlenhydrate liefern zwar schnelle Energie, was vor allem eine Bedeutung bei Leistungshunden hat, aber ich persönlich bin der Meinung, dass diese zusätzliche Energie auch mit Fett erreicht werden kann.


Ein seriöser Barfernährungsplan

Wird für jedes Tier einzeln berechnet und beinhaltet, Rasse, Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand, Aktivität. Er enthält ein gutes Phosphor - Calcium Verhältnis und deckt nötige Vitamine und Mineralien ab. Zusätzlich können mit Nahrungsergänzugen und oder Kräuter gesundheitliche Probleme verbessert oder sportliche Zielle erreicht werden.  


Gesundes Futter eine Preisfrage?

Ganz klar NEIN! Wer seinem Hund ein sog. hochwertiges, getreide, mais- und sojafreies Trockenfutter anbietet, bezahlt für dieses einen stolzen Preis. Ich habe die Berechnung gemacht und die Barffütterung kommt in unserem Rudel pro Hund und Monat nur Fr. 3.-- teurer!